Von der Notwendigkeit, sich zu demokratischen Parteien zu bekennen ...
Unsere Demokratie - ein wertvolles Gut mit zeitaufwendigen Prozessen - richtig - und anstrengend - die Debatte gehört dazu, die Meinungsvielfalt auch und ebenso das Ringen um die Durchsetzung von guten Ideen und die Suche nach Mehrheiten. Demokratische Parteien haben ihre Statuten, ihr Grundsatzprogramm und ihre Ziele - stets geerdet mit dem Grundgesetz.
Weder im Gemeinderat noch im Kreistag besteht Fraktionszwang, also die Vorstellung, dass eine Fraktion mit einer Stimme spreche.
Nein! Jede und jeder von uns ist seinem bzw. ihrem Gewissen gegenüber verantwortlich - und ja! Die Werte der Sozialdemokratie bilden die Basis - mit demokratischen und sozial- und wohlfahrtsstaatlichen Mitteln setzen wir uns ein für eine sozial gerechte Gesellschaft. Sich zu rühmen, frei und unabhängig zu sein, herauszustellen, von Parteien frei zu sein, "völlig unabhängig" - keinem Parteizwang zu unterliegen und selber mündig abstimmen zu dürfen, ignoriert: eine Gesellschaft, die Strukturen braucht und soziale Gerechtigkeit benötigt.
Ordnungs- und Struktursysteme, die Entscheidungen auf der Basis von Werten implizieren, die weit über persönliche Ziele hinaus gehen - unsere Gewaltenteilung - unser Grundgesetz - unsere ethischen und christlichen Werte bestimmen unser Tun! - Alle sind wir nicht frei und vor allem nicht "völlig unabhängig" - sondern - und das ist auch gut so! - gebunden an Werte - wenigstens an den Wert, dass unsere Freiheit dort aufhört,
wo die der anderen anfängt.